Der Vogelkäfig

Der Vogelkäfig

Gestorbene Sehnsucht drückt den Körper nieder,
denn seine Flügel haben in der gefangenen Unbrauchbarkeit das Fliegen längst verlernt.
Träume von Freiheit,
grenzenlos,
sind in der Fremde der Gitterstäbe erstickt.
Ein Flügelschlagen wie aus weiter Ferne
treibt wie ein Herzschlag Leben an,
auch wenn der Geist die Flügelschläge lang nicht mehr zuordnen kann.
Verblasst ist der Glanz, der die Augen belebt.
Nach endlosen Himmeln und Weite er strebt.
Stumpf ist der Blick, der keine Regung mehr hält,
dringt weder in innere noch äußere Welt.
Nur manchmal,
wenn ein Windesstoß fährt unter samtenes Gefieder,
dann kehrt im ausgezehrten Herzen
kaum bemerkte Wehmut wieder.

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1 Kommentar

  1. Lena Radaschitz said,

    21. September 2013 um 16:13

    Du schreibst so schöne texte meine liebe! Zum träumen, nachdenken und lächeln 😉 mach weiter…dann wirst du eines tages eine berühmte schriftstellerin und ich hör mir dann deine Lesungen an :*


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